Reif für die Insel (6/8) Wir brauchen G€LD!!

Tobias Kammer

Dies ist eine Episode einer Globalsimulation im Französischunterricht. Alle früheren und späteren Beiträge findest du hier:

Abenteuer 3: Geld durch nachhaltigen Tourismus

In diesem Abenteuer steht der Erwerb sprachlicher Mittel im Kontext Geld und Tourismus im Zentrum. 

Den Lernenden wird zu Beginn berichtet, dass die Insel knapp bei Kasse ist – was zu Problemen beim Aufbau von Infrastruktur führt. Wir brauchen also Geld! 

A. Die Klasse kann selbst Möglichkeiten brainstormen, wie auf der Insel Geld verdient werden kann. Dies wird, wie immer, in Kleingruppen erarbeitet und am Ende der Stunde als grobes Konzept der Klasse vorgestellt. Die Klasse entscheidet sich dann für einen Weg.  

ODER

B. Die Lehrkraft gibt einen Weg vor. Hierfür habe ich mich entschieden, Zugegeben: Aus Zeitgründen. Erwischt 😉

 

1. Wir beginnen mit einem Flyer, den ich erstellt habe. Ich lese der Lerngruppe den Flyer vor – allerdings fehlen einige zentrale Begriffe. 

2. Die Lernenden ergänzen diese in einer kleinen Hörverstehens-Übung. 

3. Anschließend erschließen sie den Flyer mit Leitfragen, indem sie zentrale Begriffe zielsprachlich erklären und auf Leitfragen schriftlich antworten.

4.  Am Ende der Stunde steht dann wieder etwas Kreatives: Die Erstellung einer Werbekampagne für die Insel.   

Dies ist eine Episode einer Globalsimulation im Französischunterricht. Alle früheren und späteren Beiträge findest du hier:

Was genau ist eine Globalsimulation?

Bei einer Globalsimulation erschaffen die Lernenden eine detailreiche Umgebung – sei es ein Gebäude, ein Dorf oder eine Insel – und bevölkern diese mit selbst gestalteten Charakteren, die in vielfältigen Szenarien interagieren. Lehrkräfte übernehmen dabei die Rolle des Regisseurs oder Animators, indem sie den Rahmen vorgeben und die Simulation mit strukturierenden Impulsen und sprachlichen Übungen bereichern.

Die klassischen Szenarien sind:

1.Die Insel: Die Schüler stellen sich vor, wie eine Gruppe von Schiffbrüchigen auf einer unbewohnten Insel eine neue Gemeinschaft gründet. Dabei werden Rollen verteilt und alltägliche Herausforderungen in der Zielsprache verhandelt. Dieses Szenario habe ich bereits mehrfach durchgeführt – es macht immer großen Spaß!

2.Das Dorf: Die Schüler wählen eine Zeitperiode und einen Ort aus und bauen ein dörfliches Leben mit Berufen und einer eigenen Geschichte auf, was zu kreativen schriftlichen Arbeiten wie einem Dorfzeitungsartikel führen kann. Es ist ein wenig wie das Spiel Werwölfe – nur viel umfangreicher.

3.Das Hotel: In diesem Szenario managen die Schüler ein Hotel und lernen den täglichen Betrieb kennen, von der Kundenbetreuung bis hin zur Bewältigung von Krisen. Diese Erfahrung stammt aus meinem Englischunterricht.

Was sind die Vorteile einer Globalsimulation?

Natürlich benötigt ein solches Setting Zeit und ist für die Lernenden nicht weniger anstrengend als regulärer Sprachunterricht. Simulationen bieten jedoch nicht nur spannende sprachliche Praxis, sondern fördern auch das kulturelle Verständnis, kritische Denkfähigkeiten und Problemlösungskompetenzen:

Sprachpraxis: Lernende wenden ihre Sprachkenntnisse in einem realistischen Kontext an.

Kulturelles Verständnis: Durch das Nachspielen kultureller Szenarien entwickeln die Teilnehmer ein tieferes Verständnis für die Kultur der Zielsprache.

Kritische Denkfähigkeit und Problemlösung: Die Konfrontation mit realitätsnahen Problemen fördert analytische Fähigkeiten und Entscheidungsfindung.

Motivation und Engagement: Die immersive Natur der Simulation steigert die Motivation und das Engagement der Lernenden.

Alles in allem sind das doch überzeugende Gründe, es einmal auszuprobieren, oder? 🙂

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